St. Peter-Ording

Bekannt ist St.Peter-Ording durch die längste Vorlandbrücke an der Nordseeküste
Schleswig-Holsteins. 1015 Meter weit spannt sie sich im Ortsteil Bad von der Bühne
auf ihren Stelzen über schützenswerte Salzwiesen. Die seltenen Salzwiesen gehören
zur Zone 1, das übrige Vorland zur Zone 2 und die Sanddünen zur Zone 3 unseres
schleswig-holsteinischen Nationalparkes Wattenmeer. In St. Peter-Ording findet man
alle drei typischen, schützenswerten Zonen vor. Dazu kommt noch ein sehr seltenes
Brutgebiet des Sandregenpfeifers und der Zwergseeschwalbe. Das Gebiet des National-
parkes beginnt 150 Meter seewärtsvon der Deichkrone aus gesehen.

Das Seebad liegt an der Westspitze der Halbinsel Eiderstedt unterhalb des Leuchtturms
Westerheversand. Markanteste Wahrzeichen von St. Peter-Ording sind die Pfahlbauten
am ca. 12 km langen Sandstrand. St. Peter-Ording hat auch ein modernes Freizeit- und
Erlebnisbad mit großer Saunalandschaft - die Dünen-Therme und das 2005 neu eröffnete
Gesundheitszentrum mit vielen Angeboten aus dem Bereich "Beauty", "Wellness" und
traditionellen Kurheilmitteln. St. Peter-Ording gilt zusammen mit Sylt als das beste
deutsche Revier zum Wind- und Kitesurfen. Der Strand wird ebenso zum Strandsegeln und
Kitebuggyfahren benutzt. Häufig sind auf den Dünen viele Drachen zu sehen. Bekannt
wurde der Ort in den 90er Jahren auch als Drehort und Handlungsstätte der Surf-Serien
"Gegen den Wind" und "Strand-Clique" der ARD.

Westerhever

Die Naturschutzstation Westerhever-Sand besteht seit 1975 und wird ganzjährig von
zwei Zivildienstleistenden betreut. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in natur-
kundlichen Projekten. Es werden Kartierungen von Wattlebewesen und Salzwiesenpflanzen
sowie Zählungen zur Erforschung von Brut- und Zugvögeln durchgeführt. Außerdem ist
das Zentrum mit der Gebietsbetreuung des umliegenden Nationalparks beauftragt.
Von Frühjahr bis Herbst wird durch ein umfang- sowie abwechslungsreiches Führungs-
programm den Gästen des Nationalparks "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" einen
Einstieg in den ebenso komplexen wie interessanten Lebensraum Wattenmeer mit seiner
reichen Pflanzen- und Tierwelt vermitteln.

Der Reiz der Landschaft, deren Halligcharakter noch an vielen separaten Ansiedlungen
(Sieversbüll, Leikenhusen, Stufhusen) erkennbar ist, liegt in der Vielfalt von Flora
und Fauna, seiner hier brütenden Vogelwelt (Kiebitz, Rotschenkel, Austernfischer als
Beispiel einer unendlichen Vielfalt) und den mächtigen Haubargen (Bauernhäusern),
die besondere Akzente setzen.

Von der Deichlinie aus kann man einen Rundumblick auf grünes Marschenland genießen,
der auf der Seeseite durch das Wattenmeer, das Band der Nordsee mit der Kulisse von
Insel- und Halligwelt einen reizvollen Gegensatz erhält. Für die Sommergäste bietet
der lange weiße Sandstrand - auf der vorgelagerten Sandbank oder am Deichfuß bei
Stufhusen - Badefreude pur, man muß nur einen ca. halbstündigen Anmarschweg
zurücklegen; in der gesunden jodhaltigen Meeresluft schon eine zusätzliche Erholung.
Der Ort Westerhever hat mit seinen ca. 120 Einwohnern seinen dörflichen Charakter
bewahrt, mit Kirche und Kirchspielkrug (Gastronomie) in seiner Mitte. In einem kleinem
Neubaugebiet hat man jungen Familien Zuzugsmöglichkeiten geboten. Die Dorfkirche von
Westerhever ist auf einer besonders hohen (ca. 5 m), fast kreisrunden Warft erbaut.
Sie sollte Sicherheit auch bei schwereren Überschwemmungen geben. Der Kirchturm wurde
1370 erbaut. Das Altarbild ist eine Kopie der "Heiligen Familie" von Anthonis van Dyck,
die von Jacob Alberts, Maler der Halligen, gemalt wurde. Sein Grabstein befindet sich
neben dem Kirchturm. Den Schlüssel zur Kirche können Sie im Kirchspielkrug erhalten.

Westerhever Leuchtturm

Das bekannteste Gebäude an Schleswig-Holsteins Westküste ist der Leuchtturm
Westerheversand, flankiert von den einstigen Wärterhäuschen.Die Leuchtturmwarft ist
über einen ausgewiesenen Weg von Westerhever aus zu Fuß zu erreichen. Hin- und Rückweg
dauern ca. eineinhalb Stunden. Seit dem Jahr 2001 können sich Liebespaare hier trauen
lassen. Er soll auch demnächst zur Besichtigung frei gegeben werden.Der Turm wurde 1906/07
gebaut. 127 große Baumstämme wurden in voller Länge in den Grund getrieben, darauf kam
ein Betonsockel von elf Metern Durchmesser. Der Turm selbst ist aus Gußstahl konstruiert
und sendet sein Licht von 41,5 Meter Höhe.